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GEK und Climeon sagen Kohle- und Atomkraft gemeinsam den Kampf an

Pressemitteilung vom 16. Februar 2018

Regensburg/Kirchweidach - Climeon hat den ersten Großauftrag für ein Geothermiekraftwerk in Deutschland erhalten.  Damit kann durch den bayerischen Energieversorger Geoenergie Kirchweidach (GEK) eine ursprüngliche Öl- und Gasinfrastruktur ersetzt werden. Am 29. November 2017 schlossen Climeon und die GEK eine Absichtserklärung. Am 15. Februar 2018 entschied sich die GEK, einen Schritt weiter zu gehen und eine Bestellung im Wert von über 5 Millionen Euro zu platzieren. Der Auftrag ist ein wichtiger Schritt, um fossile Brennstoffe durch eine nachhaltige geothermische Grundversorgung zu ersetzen.

Die Kooperation ermöglicht es der Geoenergie Kirchweidach, die überschüssige Wärme der Geothermieanlage zu nutzen, welche bis jetzt Wärme an das örtliche Gewächshaus und die Gemeinde Kirchweidach liefert. Die geothermische Ressource wurde durch Explorationsbohrungen für Öl und Gas in der Region gefunden.

Das modulare Climeon-Heat-Power-System wird in Verbindung mit der Wärmeversorgung arbeiten. Es wird geschätzt, dass  die erste Ausbaustufe jährlich 14.000 MWh Strom an das Stromnetz liefern wird. Der Auftrag umfasst 16 Module. Die GEK kann in einer zweiten Phase zusätzliche Module bestellen, um die Stromproduktion auf mehr als 20.000 MWh pro Jahr zu erweitern.  An der Finanzierung beteiligt sich die Baseload Capital Sweden AB.

Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien, wie Wind- und Solarenergie, ist die geothermische Wärmeenergie, das ganze Jahr über, Tag und Nacht verfügbar. Es kann die gleiche Grundlastenergie liefern wie Kohle- oder Atomkraftwerke und ist damit die beste Option, um sauberen Strom in Mengen anzubieten, die groß genug sind, um fossile oder atomare Energiequellen zu ersetzen.

Die Fähigkeit des Climeon-Heat-Stromsystems, Strom aus Wasser mit niedriger Temperatur zu erzeugen, bietet eine Möglichkeit, die geothermische Energie in den meisten Gebieten dieser Erde ausgiebig zu nutzen. Der Vertrag mit GEK zeigt, dass geothermische Wärmeenergie eine wichtige Rolle in Deutschlands starkem Engagement für den Übergang zu nachhaltigen, sauberen Energielösungen spielen könnte.

"Die hohe Effizienz in Kombination mit der modularen Lösung machte Climeon Heat Power zur ersten Wahl für GEK. Mit diesem Projekt machen wir einen wichtigen Schritt, um die schöne Gemeinde Kirchweidach und später ganz Deutschland mit sauberer Energie aus Erdwärme zu versorgen ", sagt Wolfgang Hageleit, Gründer der GEK.

"In Erdwärme zu investieren, ist aus vielen Gründen gut. Ein langfristiger Stromvertrag (PPA) als starke finanzielle Basis und eine zuverlässige Stromerzeugung rund um die Uhr macht dies zu einem attraktiven und risikoarmen Projekt, während wir gleichzeitig den Übergang von fossiler zu grüner Energie beschleunigen können ", sagt Magnus Brandberg, Gründer Partner, Baseload Capital Schweden AB.

"Wir freuen uns sehr über diesen bahnbrechenden Auftrag. Deutschland ist führend in den Erneuerbaren Energien in Europa und die Erdwärme, insbesondere bei niedrigen Temperaturen, hat alle Voraussetzungen, die dominierende Quelle erneuerbarer Energie zu werden. GEK ist mit ihrer langjährigen Erfahrung der perfekte Partner, um den europäischen Markt erfolgreich zu machen und weiter zu skalieren. Dieser Deal, wie wir ihn bereits in Island und den USA haben, beweist erneut unsere Wettbewerbsfähigkeit und wir sehen jetzt, dass wir eine Schlüsselrolle beim Übergang von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien spielen können ", sagt Thomas Öström, Gründer und CEO von Climeon.

Über Geoenergie Kirchweidach (GEK)

Die Geoenergie Kirchweidach (GEK) und ihre Eigentümerin FG.de Unternehmensgruppe haben den Antrieb, in Kirchweidach ein Geothermiekraftwerk zu bauen und zu betreiben. Des Weiteren plant  das Unternehmen langfristig weitere Projekte in Bayern. Das Ziel der Geothermieanlage Kirchweidach ist es, Strom für die Bewohner in das öffentliche Fernwärmenetz einzuspeisen. Das Fernwärmenetz ersetzt zudem die traditionelle Heizung, die mit Heizöl, Flüssiggas oder Pellets betrieben wird. Darüber hinaus wird ein 12 ha großes Gewächshaus für Gemüseanbau ganzjährig von der Geothermieanlage beheizt, wodurch mindestens 8,2 Millionen Kilogramm CO2 pro Jahr eingespart werden. GEK ist Eigentümer der Bohrstelle und der Bohrlöcher. Der erzeugte Strom wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz * entschädigt.

* EEG: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz und garantiert feste Einspeisetarife. Das Gesetz trat im Jahr 2000 in Kraft und war der Initialfunke für einen enormen Schub erneuerbarer Energien in Deutschland.

Über Climeon:

Climeon ist ein schwedischer Anbieter von Cleantech-Geräten und weltweit führend bei der Umwandlung von Niedertemperaturwärme in sauberen Strom. Das Unternehmen - mit Kunden in vielen Teilen der Welt - wurde 2011 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Stockholm. Climeon wurde gegründet, um einen wirtschaftlich rentablen Geschäftsfall zu liefern, wenn es darum geht, Niedertemperaturwärme in Elektrizität umzuwandeln. Climeon wurde zudem mit dem Ziel gegründet, einen guten Geschäftsfall für die Nutzung von Abwärme mit positiven Auswirkungen auf die Umwelt zu schaffen. Climeon ist an der schwedischen Nasdaq First North Premier notiert. FNCA Sweden AB wird zum Certified Adviser ernannt.

Bild (v.l.n.r.):  Alex Helling (CEO Baseload Capital Sweden AB), Markus Hansen (Geschäftsführer GEOenergie Kirchweidach), Johann Krumbacher (Bürgermeister Gemeinde Kirchweidach), Franz Heidelsberger (Geschäftsführer Geokraftwerke), Georg Osl (Gemeinderatmitglied Kirchweidach), Dr. Florian Kreis (KLX Rechtsanwälte), Thomas Öström (CEO Climeon), Thorsten Weimann (gec-co Ingenieurbüro), Wolfgang Hageleit (Geschäftsführer Forever Green Holding)

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